Right Livelihood Preisträger*innen 2023 retten unter großem persönlichen Einsatz Menschenleben und Ökosysteme

Press releases 28.09.2023

STOCKHOLM – Sie sind Zeug*innen großen Leids und kämpfen um das Leben und die Würde Einzelner ebenso wie um die Lebensgrundlagen von Menschen überall auf der Welt: Die Right Livelihood Preisträger*innen 2023 setzen gesellschaftlichen Tabus beim Thema Abtreibung in afrikanischen Ländern, dem autoritären Regime und korrupten Unternehmen in Kambodscha, einer wachsenden humanitären Krise im Mittelmeer und menschen- wie umweltschädigen Geschäftspraktiken in Kenia Konzepte für eine lebenswerte Zukunft entgegen.

Der Right Livelihood Award 2023 geht an:

Eunice Brookman-Amissah aus Ghana „dafür, dass sie eine umfassende gesellschaftliche Auseinandersetzung über die reproduktiven Rechte von Frauen in Afrika angestoßen und den Weg für liberale Abtreibungsgesetze und einen besseren Zugang zu sicheren Abtreibungen geebnet hat” (Ehrenauszeichnung),

Mother Nature Cambodia „für ihren unerschrockenen und erfolgreichen Umwelt-Aktivismus trotz massiv eingeschränkter zivilgesellschaftlicher Handlungsspielräume in Kambodscha”,

SOS MEDITERRANEE „für ihre lebensrettenden humanitären Search and Rescue-Einsätze im Mittelmeer” und

Phyllis Omido aus Kenia “für ihren bahnbrechenden Einsatz für die Land- und Umweltrechte lokaler Gemeinschaften und die Weiterentwicklung des Umweltrechts”.

„Die Right Livelihood-Preisträger*innen 2023 kämpfen für das Recht aller Menschen auf Gesundheit, Sicherheit, eine saubere Umwelt und Demokratie”, sagte Ole von Uexküll, Direktor von Right Livelihood. „Diese Preisträger*innen engagieren sich für die Mitspracherechte von Gemeinschaften und Individuen, die von unverantwortlicher und korrupter Politik betroffen sind. Sie tragen für das Leben ihrer Mitmenschen Sorge, seien es indigene Gemeinschaften oder Schutzsuchende, die auf der Flucht ihr Leben riskieren.“

Mit Brookman-Amissah und Mother Nature Cambodia werden erstmals Preisträger*innen aus Ghana und Kambodscha mit dem Right Livelihood Award ausgezeichnet.

Die Preisträger*innen stehen für Interviews zur Verfügung. Am heutigen Tag der Bekanntgabe werden sie ab 9:30 Uhr MESZ auf Online-Pressekonferenzen Fragen beantworten. Registrieren Sie sich hier für die Pressekonferenzen.

  • 09:30 – 10:00 Uhr MESZ: Mother Nature Cambodia
  • 10:30 – 11:00 Uhr MESZ: SOS MEDITERRANEE
  • 11:30 – 12:00 Uhr MESZ: Phyllis Omido
  • 13:00 – 13:30 Uhr MESZ: Eunice Brookman-Amissah

Die diesjährigen Preisträger*innen werden am 29. November 2023 in Stockholm ausgezeichnet. Die feierliche Veranstaltung wird live übertragen.

Seit über 40 Jahren ehrt Right Livelihood außergewöhnliche Persönlichkeiten und Organisationen, die sich erfolgreich für Frieden, Nachhaltigkeit und eine gerechte Welt für alle einsetzen. Der Preis ist mit einer lebenslangen Unterstützung verbunden, um die Arbeit der Preisträger*innen zu stärken und bekannter zu machen.

Für 2023 wurden 170 Nominierte aus 68 Ländern berücksichtigt. Zu den bisherigen Preisträger*innen gehören die ukrainische Menschenrechtsverteidigerin Oleksandra Matviichuk, der kongolesische Gynäkologe und Frauenrechtler Dr. Denis Mukwege oder die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg.

Weitere Informationen über die Preisträger*innen

Fotos und Videos der neuen Preisträger*innen

Bitte beachten Sie unser aktualisiertes Logo! Sie finden dieses und weiteres Bildmaterial zu Right Livelihood in unserer Pressemappe.

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Über Right Livelihood

Seit über 40 Jahren unterstützt Right Livelihood couragierte Menschen, die sich den drängendsten Herausforderungen unserer Zeit stellen. Jedes Jahr ehrt die Stiftung außergewöhnliche Persönlichkeiten und Organisationen, die sich erfolgreich für Frieden, Nachhaltigkeit und eine gerechte Welt für alle einsetzen.

190 Preisträger*innen aus 74 Ländern haben den Right Livelihood Award bisher erhalten. So schafft Right Livelihood ein weltweites, stetig wachsendes Netzwerk engagierter Visionär*innen und fördert nachhaltigen gesellschaftliche Wandel.

Der Right Livelihood Award wurde 1980 ins Leben gerufen, nachdem die Nobelstiftung den Vorschlag abgelehnt hatte, auch Persönlichkeiten oder Organisationen zu würdigen, die in den Bereichen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit Außerordentliches leisten. Insbesondere Changemaker aus dem Globalen Süden sollten mit dem Preis größere Aufmerksamkeit erhalten.

Die Arbeit von Right Livelihood geht weit über die Auszeichnung hinaus: Die Stiftung begleitet ihre Preisträger*innen ein Leben lang, trägt ihre innovativen Lösungsansätze in die Öffentlichkeit, bringt sie mit anderen wichtigen Akteur*innen weltweit zusammen und steht an ihrer Seite, wenn sie Schutz brauchen.

Die Stiftung hat ihren Hauptsitz in Stockholm sowie eine Niederlassung in Genf. Right Livelihood verfügt über den besonderen Konsultativstatus bei den Vereinten Nationen.

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